Girl’s Day am KIT: Stadtbäume erforschen
Am diesjährigen Girls’ Day am Karlsruher Institut für Technologie beteiligten sich zahlreiche Institute und Forschungsgruppen mit Workshops und Mitmachangeboten rund um die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Ziel des „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstags“ ist es, Schülerinnen Einblicke in unterschiedliche Forschungs- und Berufsfelder zu ermöglichen und sie für Wissenschaft und Technik zu begeistern.
Unter dem Motto „Mach die Stadt zu deinem Labor“ boten Jan Hütten Totzki vom Institut für Geographie und Geoökologie (IfGG) sowie Katrin Fröhlich und Zoe Petridis vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) gemeinsam einen Workshop zur Forschung an Stadtbäumen und urbaner Biodiversität an. Von 11:30 bis 15:00 Uhr beschäftigten sich 20 Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren mit der Frage, warum Bäume für Städte so wichtig sind und wie Forschende ihre Gesundheit und ihre Auswirkungen auf das Stadtklima untersuchen. Nach einem kurzen Impulsvortrag wurden die Teilnehmerinnen in drei Gruppen aufgeteilt, die verschiedene Forschungsstationen durchliefen.
An der ersten Station untersuchten die Mädchen Mikrohabitate an Stadtbäumen und führten Baumvermessungen durch. Mithilfe von Ferngläsern, Maßbändern und speziellen Messgeräten bestimmten sie Baumhöhe und Stammdurchmesser und dokumentierten Strukturen wie Höhlen, Risse oder abgestorbene Äste, die zahlreichen Tierarten als Lebensraum dienen.
Die zweite Station widmete sich den Auswirkungen des Klimawandels auf die Baumgesundheit. Hier konnten die Teilnehmerinnen selbst Saftflusssensoren an einem Baum anbringen und lernten, wie Forschende den Wassertransport in Bäumen messen und auswerten.
An der dritten Station standen Mikroklima und Ökosystemleistungen von Bäumen im Mittelpunkt. Die Mädchen lernten Sensoren zum messen des Mikroklimas kennen und erfuhren, wie Bäume durch Verdunstung zur Kühlung von Städten beitragen und damit das Stadtklima verbessern.
Der Workshop ermöglichte den Teilnehmerinnen nicht nur spannende Einblicke in aktuelle Forschungsthemen, sondern zeigte auch, wie Städte selbst zu einem Forschungslabor werden können.